Schliersee

"Die Stille schreit" – Filmvorführung und Regiegespräch mit Josef Pröll

Seminarbeschreibung

Miriam Friedmann erfährt durch einen Zufall über die Geschichte ihrer Familie. Ihre Großeltern, ehemals angesehene Augsburger Geschäftsleute, verlieren durch die ‘Arisierung‘ jüdischen Eigentums im Nationalsozialismus ihren gesamten Besitz. Einen Tag vor der Deportation nehmen sich die Großeltern Friedmann das Leben, die Großeltern Oberdorfer werden in Ausschwitz ermordet.

Die 'Arisierung‘ zählt zu den größten Raubzügen des 20. Jahrhunderts, wobei es nicht nur um materielles Gut ging, sondern auch um das Lebensrecht der Opfer. Hieran beteiligte sich der deutsche Verwaltungsapparat und viele Bürger*innen bereicherte sich an jüdischem Eigentum.

In seinem Dokumentationsfilm nimmt uns Josef Pröll mit auf historische Spurensuche der Familie Friedmann/Oberdorfer. Sein Film soll nachdenklich machen, darüber mit welcher Selbstverständlichkeit die unmenschlichen und mörderischen Handlungen seinerzeit möglich und alltäglich wurden und wie bis heute diese unbequemen Wahrheiten verschwiegen werden.

In dem Online-Seminar möchten wir gemeinsam die Dokumentation "Die Stille schreit" von Josef Pröll schauen. Anschließend findet ein Regiegespräch mit Josef statt.

Termine

18.12.2020, 19:00-21:00

Vorkenntnisse

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Teilnehmer-Anzahl

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Moderation

Josef Pröll, Maximilian Fichtner, Mechthild Siegel

Kosten

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Zielgruppe

Aktive und Interessierte der IG Metall

Freistellung

Bemerkungen

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