Neue Arbeitszeitmodelle gesucht!



Mit der Zeit gehen. Arbeitnehmer und Arbeitgeber haben ein Problem. Zwar wollen Arbeitnehmer und Arbeitgeber beide ein Höchstmaß an Flexibilität, jedoch haben sie sehr unterschiedliche Vorstellungen darüber, worin diese Flexibilität besteht. Arbeitnehmer möchten einen möglichst großen Gestaltungsspielraum, wann sie ihre Arbeit zur Verfügung stellen. Der Arbeitgeber möchte einen großen Gestaltungsspielraum, wann die Belegschaft ihre Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen hat. Die Unternehmensleitung begründet dies damit, dass ein reibungsloser Ablauf im Betrieb sichergestellt sein muss. Das geht am besten, wenn der Arbeitgeber über die Arbeitskraft vergleichsweise frei verfügen kann.

Dieser grundsätzliche Zielkonflikt trifft auf den weitreichenden Wandel, der Deutschland erfasst hat. Sowohl der gesellschaftliche Wandel als auch konkrete Veränderungen in den Betriebsabläufen weichen bewährte und in betrieblicher Übung und durch Verhandlungen organisch gewachsene Arbeitszeitmodelle auf. Die gärende Diskussion zur Industrie 4.0 bzw. zur Digitalisierung sind nur die Vorboten. Das ist nicht immer im Sinne der Beschäftigten und würfelt die Work-Life-Balance gehörig durcheinander.

Wanted: Neue Arbeitszeitmodelle.

Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen wünschen sich in der Folge verstärkt Arbeitszeiten, die gerecht verteilt sind und ein selbstbestimmtes Arbeiten und Leben ermöglichen. Das zeigte bereits die IG Metall Beschäftigtenbefragung im Jahr 2017. Das es auch anders geht, untermauern Lösungen wie Sie die Metall- und Elektroindustrie in diesem Jahr ausgehandelt haben. Der neue Tarifvertrag enthält neue Optionen für die Belegschaft wie die verkürzte Vollzeit oder die Betriebsvereinbarung zum mobilen Arbeiten im Falle von BMW. Beides war vor Jahren noch undenkbar - und ist heute ein Schlüssel zu mehr Selbstbestimmung bei der Arbeitszeit. Es geht also weniger um neue kollektive Vereinbarungen als um geschickt verhandelte individuelle Lösungen. “Mein Leben, meine Zeit” und “Ergonomische Arbeitszeitgestaltung” sind zwei Beispiele für eine Vielzahl von Plattformen der IG Metall, um sich über neue Arbeitszeitmodelle auszutauschen:

“Mein Leben, meine Zeit: Arbeit neu denken.” Die Gestaltung der Arbeitszeit wirkt sich grundlegend auf das Leben der Beschäftigten aus. Und darum soll es in diesem Seminar gehen: Sind die aktuellen Vorgaben des Arbeitszeitgesetzes noch mit den Lebenswelten der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Einklang? Und welche Forderungen ergeben sich daraus für eine mögliche politische Neugestaltung des Arbeitszeitgesetzes? Mehr dazu findest du hier

Ergonomische Arbeitszeitgestaltung.” Gesundheit und Arbeitszeit stehen in einem direkten Zusammenhang. Und darum geht’s: Welche aktuellen arbeitswissenschaftlichen Erkenntnisse können in eine möglichst gesundheitsverträgliche Arbeitszeitgestaltung überführt werden? Und welche ermöglichen und verschiedene Regelungsmöglichkeiten für flexiblere Arbeitszeiten. Mehr dazu findest du hier


Fakt ist: “Nine to Five” ist vielerorts Vergangenheit. Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen müssen immer flexibler sein. Pilotprojekte wie bei BMW zeigen, wie Zielkonflikte zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgelöst werden können. Höchste Zeit, bestehende Arbeitszeitmodelle zu überdenken und neue Arbeitszeitmodelle zu erdenken. Die beiden progressiven Seminare bieten Betriebsräten dafür eine Plattform.

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