Quellen der Bildung: Woher beziehen wir unser Wissen?



Die Kernaufgaben in der Arbeit als Betriebsrat oder Betriebsrätin setzen ein umfassendes Wissen über gesetzliche Vorgaben und die betriebliche Praxis voraus. Gerade neu gewählte Betriebsräte stehen hier am Anfang manchmal vor einer großen Herausforderung. Woher bekomme ich das benötigte Wissen zur Vertretung der Interessen der Belegschaft? Welche rechtlichen Vorgaben gibt es? Was mache ich im Konfliktfall? Welche Methoden zur Vermittlung stehen zur Verfügung? Das Bildungsprogramm der IG Metall gibt hierzu umfangreiche Antworten auf alle zentralen Fragen. In den Seminaren werden die in vielen Jahren gesammelten Erfahrungen an neue Betriebsräte und Betriebsrätinnen weitergegeben. Aber auch darüber hinaus sieht sich die IG Metall als Teil der demokratischen Zivilgesellschaft und versteht Bildung als einen Schlüssel für die Zukunft.

Bildungsarbeit in der IG Metall

Seit mehr als 150 Jahren vertreten Gewerkschaften in Europa die Interessen der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen. Zu den wichtigen Säulen des Selbstverständnisses der IG Metall gehören die Zusammenarbeit und der Erfahrungsaustausch. Dies funktioniert nur im Rahmen einer guten und zukunftsorientierten Bildungsarbeit. Hierbei steht das Miteinander und voneinander lernen im Vordergrund. Gerade deshalb hat die gewerkschaftliche Bildungsarbeit einen hohen Stellenwert innerhalb der alltäglichen Arbeit der IG Metall. Dies spiegelt sich gleich am Anfang der eigenen Satzung in § 2 wider: Die IG Metall hat die Aufgabe, die wirtschaftlichen, sozialen, beruflichen und kulturellen Interessen der Mitglieder zu fördert. Darüber hinaus soll die Bildungsarbeit sowohl die Gewerkschaft als auch die einzelnen Mitglieder im Alltag dazu befähigen, sich in den gesellschaftspolitischen und sozialen Diskurs einbringen und auch behaupten zu können. Dies gilt insbesondere in den so wichtigen Bereichen wie Mitbestimmung, Teilhabe und Beteiligung. Wissen zu generieren und weiterzugeben ist nur eine von vielen Aufgaben von Bildung. Fast genauso wichtig ist es aber, das Wissen in die Praxis zu überführen. Zielführende und zukunftsorientierte Bildungskonzepte müssen deshalb ständig auf den Prüfstand und an die neuen Herausforderungen angepasst werden.

Herausforderungen von morgen

Ob nun die Krise innerhalb der Europäischen Union, die Wahlerfolge von Rechtspopulisten oder die langfristigen Folgen des Klimawandels, alle diese gesellschaftlichen, sozialen und auch ökologischen Herausforderungen müssen in der Bildungsarbeit berücksichtigt werden und benötigen neue Ansätze. Daneben sind in der Arbeitswelt höchstwahrscheinlich bald andere Kompetenzen gefragt. Natürlich stellt sich hierbei die Frage, wie wir diesen Veränderungen als Gesellschaft begegnen wollen und können. Denn die Anforderungen zur Lösung dieser so wichtigen Fragen werden immer komplexer. Zentrale Themen wie Digitalisierung und neu Arbeitsmodelle müssen deshalb auch frühzeitig im Rahmen der Bildung berücksichtigt und mögliche Veränderungen frühzeitig debattiert werden. Das fängt in den Schulen und Universitäten an und betrifft natürlich auch die Ausbildung und den Alltag in den Betrieben. Neue Bildungskonzepte, Methoden und Inhalte sind gefragter denn je.

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Wilhelm-Leuschner-Straße 79 / 60329 Frankfurt a.M.

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