Nachhaltigkeit und Bildung

Die IG Metall teilt die Ziele von Fridays for Future und begrüßt deshalb, dass sich die Mitglieder an den aktuellen Klimaaktionstagen beteiligen. Es geht immerhin darum, eine drohende Klimakatastrophe abzuwenden und einen grundlegenden ökologischen Wandel des Wirtschaftens herbeizuführen. Keine leichte Aufgabe, aber deswegen stehen wir schon lange im Dialog mit der Fridays for Future Bewegung. Zusätzlich haben wir gemeinsam mit dem Naturschutzbund (Nabu) und dem BUND die Initiative “Die Klima- und Mobilitätswende gestalten” ins Leben gerufen. Denn auch wir sehen den ökologischen Umbau der Wirtschaft als eine der zentralen und vor allen Dingen drängendsten Zukunftsaufgabe. Damit das aber auch gelingt, muss der Wandel sozialverträglich und demokratisch gestaltet werden. Nur zusammen können wir diese Herausforderung stemmen. Schließlich eint uns alle das Ziel der Nachhaltige: den nachfolgenden Generationen eine intakte Umwelt und lebenswerte Welt zu hinterlassen. Der Klimakatastrophe entgegenwirken und Maßnahmen umsetzen Die Einhaltung des Pariser Klimaabkommen steht an erster Stelle, wenn es darum geht den drohenden Klimawandel aufzuhalten. Dafür haben sich insbesondere die Industrienationen zu einer drastischen Reduktion des Ausstoßes klimaschädlicher Gase verpflichtet. Dies wird sicher nicht ohne den Umbau des Wirtschaftssystems gehen. Welche Schritte hierfür notwendig sind und in welchem Tempo wir die Vorgaben erreichen wollen, darüber gibt es natürlich - je nach Perspektive - sehr unterschiedliche Vorstellungen. In einer gemeinsamen Initiative mit den beiden großen Naturschutzverbänden BUND und Nabu fordern wir seit dem Sommer 2019 die Umsetzung verschiedener Maßnahmen. Hierzu gehören ein rascher Ausbau von erneuerbaren Energien, einen Paradigmenwechsel in der Verkehrspolitik und eine Fokussierung auf energieeffiziente, klimaschonende Produktion und Dienstleistungen. Um die Maßnahmen der Klimaschutzinitiative zu finanzieren, fordern wir, dass starke Schultern mehr tragen als Schwächere. In dieser ökologischen Transformation geht es nämlich schließlich auch um soziale Gerechtigkeit. Die Menschen benötigen im Wandel auch weiterhin bezahlbare und klimaschonende Alternativen für Energie und Verkehr. Die Bevölkerung muss auf diesem Weg mitgenommen und Sorgen ernst genommen werden. Alles andere fördert im schlimmsten Fall nur weiter die Erfolge von Rechtspopulisten. Den ökologischen Wandel gerecht gestalten Im Zuge der ökologischen Transformation wird sich die heutigen Arbeitsplätze ändern. Neue Arbeitsplätze werden entstehen, alte dafür wegfallen. Dennoch sind für uns der Klimaschutz auf der einen Seite und Einsatz für gute und sichere Arbeit auf der anderen, kein Widerspruch, sondern vielmehr eine große Chance. Der Klimaschutz und die Beschäftigung gehören zusammen und deswegen benötigen wir hier von der Politik klare Rahmenbedingungen. Soziale Gerechtigkeit und sichere Arbeitsplätze sind für das Gelingen einer Wende unabdingbar. Dafür setzen wir uns ein und erwarten, dass die Unternehmen ihrer Verantwortung nachkommen und auf nachhaltige Produktion setzen. Außerdem ist es für den Erfolg des ökologischen Wandels wichtig, die Menschen nicht nur mitzunehmen, sondern auch selbst zu Handelnden in eigener Sache zu machen. Die Beschäftigten sollen Mitverantwortung übernehmen und in die nachhaltige Ausgestaltung von Arbeitsprozessen und Produktion eingebunden werden. Dafür benötigen wir neue Wege. Insbesondere Bildung spielt beim Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz eine Schlüsselrolle. Denn gerade gute Bildung ist bei der Transformation wichtiger denn je. Deswegen brauchen junge Menschen eine qualitativ hochwertige (Aus-) Bildung, um für den Strukturwandel in der Arbeitswelt gerüstet zu sein und einen Beitrag zum Gelingen des ökologischen Wandels zu leisten.

Wilhelm-Leuschner-Straße 79

60329 Frankfurt a.M.

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